Herzlich Willkommen bei der Kolpingfamilie Waldram

Geschichte der Kolpingfamilie Waldram
(gegr. 1964)

Die GrĂŒndung erfolgte am 27. Mai 1964 im SpĂ€tberufenenseminar St. Matthias Waldram als Kolpingfamilie „Waldram St. Matthias“. Die Arbeit beschrĂ€nkte sich zunĂ€chst auf stilles Wirken innerhalb der Seminargemeinschaft.

Die Kolpingfamilie St. Matthias öffnete sich ab 1970 zusĂ€tzlich fĂŒr AktivitĂ€ten außerhalb des Seminars. Ganz im Sinne der von Adolph Kolping aufgezeigten Sozialarbeit gegenĂŒber den schwachen Mitgliedern der Gesellschaft, wurden damals schon die Schwerpunkte Jugendarbeit, Senioren­betreuung und Gastarbeiterbetreuung gesetzt.

Besonders ab 1970 entstand eine florierende Jugendarbeit mit bis zu 10 Jugendgruppen. Auch ab 1997 erblĂŒhte wieder eine aktive Waldramer Kolpingjugend zusammen mit der Pfarrjugend St. Josef der Arbeiter.

Seit 1971 war die Seniorenbetreuung eine weitere Hauptaufgabe. Besonders der Seniorenbesuchs- und Begleitdienst, der seit 1978 federfĂŒhrend vom Sozialkreis der Pfarrei ĂŒbernommen wurde, konnte viele ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Pfarrei und dem Seminar aktivieren.

Zur Finanzierung dieses sozialen Engagements fĂŒhrt die Kolpingfamilie jĂ€hrliche Aktionen wie die Altpapier- und Gebrauchtkleidersammlung sowie den Nikolausdienst durch. Der Erlös kommt in erster Linie der Senioren-, Familien- und Jugendarbeit in Waldram aber auch Einewelt-Projekten zugute.

Daneben bietet die Kolpingfamilie Veranstaltungen aus verschiedensten Bereichen an. So wurden frĂŒher Kolpingmessen gefeiert und heute Maiandachten angeboten. In Zusammenarbeit mit der Pfarr­gemeinde St. Josef der Arbeiter werden jĂ€hrlich zwei Seniorenfahrten veranstaltet sowie der Seniorenfasching und der Seniorenadvent organisiert.

Beliebt waren auch von 1970er Jahren die Tanzveranstaltungen mit der „St. Matthias College Band“ in der damaligen Seminaraula (jetzige Seminarkapelle) wie z.B. Faschingsball, Maitanz, Sommernachtsball oder Kathreinstanz. Dies wurde seit 2006 mit dem jĂ€hrlichen Waldramer Herbstball wieder aufgenommen.

Andere gesellige Ereignisse waren Schafkopfturniere, Kegelabende und HĂŒttenwochenenden. Auch Bildungsveranstaltungen wie VortrĂ€ge und Informationsabende zu religiösen und aktuellen Themen haben nicht gefehlt. ZusĂ€tzlich wurden in den 1970er Jahren viele Sportveranstaltungen wie Fußballturniere, WaldlĂ€ufe oder Tischtennisturniere angeboten.

Am 23. Mai 1981 wurde der umgestaltete Kolpingplatz in Waldram mit dem neu errichteten Kolpingbrunnen eingeweiht. Zu Ehren Adolph Kolping wird seitdem jedes Jahr zu seinem Gedenktag (4. Dezember) hier feierlich ein Kranz niedergelegt.

Unter völlig ungeklĂ€rten UmstĂ€nden wurde Ende Oktober 2011 die BĂŒste Adolph Kolpings gewaltsam von ihrem Sockel gerissen und entwendet. Es ist dem BemĂŒhen des damaligen BĂŒrgermeisters Helmut Forster zu verdanken, dass schnell eine neue BĂŒste angefertigt und am 11.11.2012 im Beisein des BĂŒrgermeisters, zahlreicher StadtrĂ€te und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung unter musikalischer Begleitung der Stadtkapelle feierlich eingeweiht werden konnte.

Bei der Mitgliederversammlung am 19.10.1994 wurde die Öffnung der Kolpingfamilie St. Matthias in die Pfarrei St. Josef der Arbeiter sowie die Umbenennung in „Kolpingfamilie Waldram“ entschieden.

Seit der NeugrĂŒndung der Gruppe „Junge Familie“ im Jahr 2004 erfreut sich die Kolpingfamilie Waldram einem immer grĂ¶ĂŸeren Zulauf. Die 40-Jahrfeier wurde im großen Rahmen mit vielen GĂ€sten aus Waldram und dem Bezirksverband festlich begangen. Die Veranstaltungen der Gruppe Junge Familie wie u.a. Familienbrunch, Adventskranzbinden, Familienwanderung, Sommerfest oder Bergmesse werden seitdem gerne besucht.

Im gleichen Jahr entstand auch die Idee, einen Brotbackofen zu bauen, der wie ein frĂŒherer Gemeinschafts-Backofen in einem Dorf fĂŒr alle nutzbar sein sollte. So konnte dank großzĂŒgiger Spenden vieler Waldramer BĂŒrger und ortsansĂ€ssiger Firmen sowie vielen Eigenleistungen der Kolpingmitglieder und Helfern am 30.04.2005 der Waldramer Brotbackofen feierlich eingeweiht werden. Seither wird jeden Samstag - außer in den Ferien – frisches Holzofenbrot gebacken. Sehr beliebt sind auch die Termine oder Feste, an denen im Ofen Pizza gebacken wird. So ist der Ofen zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation geworden.

Im Jahre 2009 ĂŒbernahm Thomas Erhard den Vorsitz der Kolpingfamilie Waldram, weil sein VorgĂ€nger Hans-Georg Anders in den Diözesanvorstand gewĂ€hlt wurde. FĂŒr seine Verdienste um das Kolpingwerk wurde Hans-Georg Anders 2010 die Ehrennadel des Kolpingbezirks Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach und 2014 die Korbiniansnadel des Kolpingwerkes der Diözese MĂŒnchen und Freising verliehen.

Die Verbindung zum Seminar, dem Ursprungsort der Kolpingarbeit in Waldram, konnte nach lĂ€ngeren Jahren der Vakanz 2011 durch die Wahl eines Vertreters des Seminars in den Vorstand wieder intensiviert werden. Diese Verbindung ist auch nicht abgerissen, nachdem sich St. Matthias 2016 neu ausgerichtet hat und das SpĂ€tberufenenseminar in ein christliches Wohnheim umgewidmet wurde, das auch SchĂŒlerinnen offensteht.

Im August 2013 ging mit dem Antritt seines Ruhestandes das mehr als 18-jĂ€hrige Wirken von Pfarrer Elmar Heß zu Ende, der seit der NeugrĂŒndung im Jahre 1995 ununterbrochen ihr PrĂ€ses war und zwischen 1999 und 2004 auch ihr Vorsitzender war. Erfreulich, dass schon im September 2013 mit Pfarrer Gerhard Beham, dem Leiter des neu gegrĂŒndeten Pfarrverbandes Stadtkirche Wolfratshausen, ein Nachfolger gewĂ€hlt werden konnte.

Angesichts der FlĂŒchtlingswelle seit 2015, die schließlich auch insgesamt 300 FlĂŒchtlinge nach Wolfratshausen brachte, grĂŒndete Hans Anders eine AG Integration, die u.a. den Asylhelferkreis in Wolfratshausen, unterstĂŒtzte. Hans Anders kehrte als deren Leiter in den Vorstand der Kolpingfamilie zurĂŒck.

Seit 2017 ist die Kolpingfamilie die alleinige Organisatorin des traditionellen Zeltlagers im August im Leitzachtal. Es ist ein wertvolles Angebot fĂŒr Jugendliche, das in jedem Jahr mit 60 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern großen Anklang findet.

2018 wurde der bisherige Höchststand der Mitgliederzahl von 128 erreicht.

Das Kolpingwerk ist eine Bildungs- und Aktionsgemeinschaft, in der die Grundlagen und Ideen des GrĂŒnders Adolph Kolping (1813-1865) weiterleben. Weitere Informationen dazu gibt es unter „Adolph Kolping > Geschichte des Kolpingwerkes“.


Waldram, den 01.01.2020
Thomas Erhard

 


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